Kann das Kleingedruckte auch lustig sein?

Kann das Kleingedruckte auch lustig sein? Und: Was haben Kampfhunde mit der Berufshaftpflichtversicherung zu tun? Mehr dazu in meiner Versicherungsgeschichte.

Skurrile Fälle der Firmengründung oder ein Blick hinter die Geschäftskulissenlogo_Vorlage
Hinter dem Namen Hobby à la carte verbirgt sich Einiges: coole Ideen, originelle DIY-Kits, Anregungen zum Selbermachen. Aber das ist auch ein Unternehmen. Und deswegen müssen Formalitäten erfüllt und Absicherungsmaßnahmen getroffen werden. So zum Beispiel eine Berufshaftpflichtversicherung. Diese braucht Hobby à la carte im unwahrscheinlichen Fall eines –ich weiß auch nicht so genau – aber was auch immer passiert, wird der Betroffene entschädigt. Also habe ich drei Versicherungsangebote angefordert, den Versicherungsvertretern genau erklärt, was Hobby à la carte macht, und wagte mich an das Kleingedruckte heran.

Wogegen könnte man sich versichern?
Versicherungsgesellschaft Nummer eins bot mir an, Hobby à la carte unter anderem gegen den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Gabelstapler zu versichern. Allerdings nur bei einer Geschwindigkeit bis 20 km/h. Interessante Idee, aber warum soll ich überhaupt einen fremden Gabelstapler fahren wollen?

Versicherung Nummer zwei bot mir an, Hobby à la carte gegen Auslandsschäden weltweit zu versichern. Mit Ausnahme von Kanada und USA. Warum bin ich versichert, wenn ich Hobby-Kits in Burkina Faso vertreibe, aber nicht in den USA? Zwar liefere ich eh nur nach Deutschland, aber die Frage interessiert mich jetzt aus rein logischer Perspektive.

Beim dritten Angebot war ich schon durch alle möglichen Absurditäten durch. Aber am Ende stand doch noch etwas Unerwartetes: Die Versicherung bot mir eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung an. Nicht, dass ich vorhätte, Hunde-Züchter-Kits anzubieten oder Pedigree-Selbermischen-Kits zu vertreiben. Ich habe nicht mal einen Hund. Und wenn schon, was hätte er mit Hobby à la carte zu tun?

Wer ist ein Kampfhund?
Ohne nur annähernd zu verstehen, was eine Hundeversicherung in meinem Angebot verloren hatte, erfuhr ich weiterhin: “Nicht versichert und nicht versicherbar sind sogenannte Kampfhunde”. Das ist gut zu wissen. Es folgten weitere wesentliche Informationen über Hunderassen. “Als solche (Kampfhunde) gelten: American Staffordshire Terrier, Argentinische Dogge, Bandog, Bordeaux Dogge, Fila Brasileiro…” Ich konnte nicht mehr vor Lachen.

Liebe Linda, meine süße kleine 992B3793Nachbarshündin, mach dir keine Sorgen. Ich weiß nicht, welche Rasse du hast, aber du bist sicherlich kein Kampfhund. Sollte also unser Lager abbrennen und du dabei zu Schaden kommen, dann bist du gut versichert. Oh, ist die Feuerversicherung eigentlich mit dabei? Mal schnell im Kleingedruckten nachlesen…

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